Sydney – Beijing – Basel

Sydney

Unsere Reise endete so, wie Sie begonnen hatte: mit Martin am Flughafen.
Er hatte uns am 31. Dezember abgeholt und nun fuhr er uns wieder nach Sydney wo wir uns schweren Herzens von ihm und Australien verabschiedeten. Vor dem Flug war vorallem Silvia etwas nervös, da die Website von China Air unterschiedliche Informationen bezüglich ihrer Flugtauglichkeit hatte und ob Sie ein Artzattest bräuchte. Beim Check-In angekommen interessierte sich die Frau hinter dem Tresen dann aber nur für mich. Nicht das was ihr jetzt denkt, sondern weil ich mein Portemonaie verloren hatte/es mir geklaut wurde hatte ich nur noch den australischen Pass und keine schweizer ID mehr. Normalerweise braucht es aber ein Visum um mit dem australischen Pass einreisen zu können. Zusammen mit dem Internationalen Führerschein und ein paar guten Argumenten konnten wir die gute Frau dann doch noch überzeugen, uns einzuchecken. Der Flug nach Bejing verlief dann ohne Probleme.

Dummerweise gibt es davon nur ein Foto: Ich – am PC mit Fastfood. :)

Beijing

Damit Silvia etwas Zeit zum erholen hatte, buchten wir den Rückflug mit einer Nacht Stop-over und reservierten uns ein Zimmer in einem Hostel in Beijing. Im Zug vom Flughafen ins Zentrum sprach mich eine Junge Chinesin auf Englisch an, ob ich wisse, was ich da auf meiner Karte suche. Ihr Name war Jane und im Gespräch stellte sich heraus, dass Sie eine Touristenführerin ist und sie bot uns gleich an, uns kostenlos ihre Stadt zu zeigen. Natürlich nahmen wir an und wurden von Ihr mit interessanten Infos unterhalten. Obwohl Sie ein paar Geheimtipps hatte, reichte die Zeit nur für einen Besuch des Tiananmen Platzes und des Chinesischen Museums aus. Weil Sie kein Geld wollte, luden wir Sie zum SChluss in ein echtes chinesisches Nudel-Restaurant ein. Eine kleine Warnung am Rande: ich mag scharf ja sehr, aber in China ist scharf wirklich scharf.
Nach einem kurzen Mittagsschlaf in unserem gemütlichen Zimmer mit Fenster auf den Gang wollten wir am Abend noch Peking Ente in Peking essen. (Gemäss Jane ist Peking Ente übrigens kein wirklich traditionelles Essen, aber hey…) Die Richtige Strasse zu finden war nicht so schwierig, aber wo da ein Restaurant hätte sein sollen, enzog sich meiner Kentniss. Etwas weiter die Strasse hinunter fanden wir dann aber doch noch ein schönes Restaurant wo wir uns irgendetwas bestellten. Zum Glück hatte die Karte Bilder, so wussten wir wenigstens ungefähr was uns erwartete. Das Essen war sehr gut aber fürs Kobe-Steak reichte unser Budget leider noch nicht. Vielleicht nächstes Mal.

Am nächsten Morgen ging es nach einem gemütlichen Frühstück zurück zum Flughafen wo wir unser Gepäck neu einchecken mussten. Auch diesesmal konnten wir Silvias Kugel gut verstecken und so war wieder mein Pass ohne Visum das grössere Problem. Zum Glück war aber die Sprachbarriere das noch grössere Problem, denn es war offensichtlich, dass die gute Frau etwas beanstanden wollte aber einfach die Englischen Worte dafür nicht fand. Am Schluss überreichte Sie mir den Pass und die Flugtickets und wünschte uns a “nice flight”. Von unserem letzten Aufenthalt wussen wir, dass es nach dem Zoll nur noch bescheidene Essmöglichkeiten gab und weil wir zweieinhalb Stunden vor Abflug bereits eingecheckt hatten, war noch genügend Zeit um vor dem Duty Free Bereich etwas essen zu gehen. Also sind wir in ein koreansiches Restaurant und haben uns wieder irgendwas bestellt, dass auf Fotos gut aussah. Weil wir in den letzten 8 Monaten keine Uhr brauchten, war unser Zeitgefühl etwas aus dem Lot geraten und plötzlich waren zwei Stunden. Wir hatten also noch 30 Minuten Zeit um durch den Zoll, die GEpäckkontrolle und mit dem Zug zum Terminal zu kommen. Normalerweise reicht das NIE. Nicht einmal annähernd. Nur schon das anstehen für den Zoll dauert eine Ewigket – aber für etwas gibt es ja noch den Diplomatenschalter. Das selbe bei der Gepäckkontrolle, anstehen, warten, meine ganze Fotoausrüstung auspacken und einzeln Scannen lassen, meist nochmals Scannen, uns von Hand scannen lassen, alles mühsam wieder einpacken und dabei immer schön freundlich lächeln. Als die guten Freunde in Uniform beginnen wollten schwierig zu tun zeigte ich ihm das Flugticket worauf er nur “oh, quick” sagte, etwas in seinem Computer eintippte und uns sofort weiter schickte. Somit waren alle Formalitäten erledigt und wir mussten nur noch zu unserem Gate kommen. Das selbstverständlich das Zweitletzte dieses riesigen Flughafens war. Schlussendlich waren wir ein paar Minuten verspätet aber wir hatten es geschaft.

In Frankfurt, wo wir umsteigen mussten, war dann wiedermal mein Pass Stein des Anstosses, aber der internationale Führerschein und etwas Schweizerdeutsch brachten uns auch durch diese letzte Kontrolle.

Basel

Am Mittwoch Abend landeten wir dann sicher in Basel wo wir von Silvias Familie mit Banner und allem drumherum abgeholt wurden. Es war schön, wieder zuhause zu sein.
Wie geht es nun weiter? Ende September wird unser Auto zurück in der Schweiz erwartet, Silvia wird noch ein paar Wochen arbeiten müssen und ich suche mir zur Zeit eine Stelle. Im Moment wohnen wir noch bei Freunden bevor wir anschliessend auf den Ringgis zügeln von wo aus wir uns in Ruhe eine neue Wohnung suchen werden.

Blogtechnisch wars das vorerst und wir bedanken uns herzlich bei all den lieben Freunden die hier mitgelesen haben und sich für unsere Reise interessiert haben. Für uns war es eine wunderschöne Zeit und wir hoffen, dass ihr die Fotos und Berichte geniessen konntet und euch das Fernweh nicht zu sehr gepackt hat. Wenn ihr über zukünftige Reisen und sonstiges informiert werden möchtet geht das am einfachsten mit Facebook in dem ihr unsere Seite www.facebook.com/silviaundtim “liked” oder einfach sonst mit uns in Kontakt bleibt ;)

Zum vorerst letzten mal, uf Wiederluege.

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