Kununurra – Litchfield NP – Darwin – Karlu Karlu

Kununurra

Wieder einmal hielt sich das Leben nicht an den Plan und statt eines kurzen Zwischenstopps blieben wir drei Nächte. Nicht ganz freiwillig, denn wir lernten ein schweizer Ehepaar kennen bei dem wir einfach ein paar Tage verbringen mussten weil sie so gastfreundlich waren. Daniel, Raquel und die Jungs arbeiten bei HCJB, einem internationalen Radio das christliche und humanitäre Radiobeiträge von Australien aus nach halb Asien sendet. Interessant ist dies vorallem, weil HCJB auch in Quito, Ecuador, eine Radiostation betreibt wo sich mein Vater vor bald 25 Jahren auf dem Nachhauseweg von Australien in die Schweiz eine Arbeitsstelle angeschaut hat.
Ausserdem trafen wir mitten im Nirgendwo (nicht zum letzten mal) zufällig ein Schweizer Päärchen wieder, mit dem wir ein paar Tage auf der Gibb River Road verbracht haben. (@Chrigu & Isabelle: falls ihr dies liest, bitte die Fotos unseres 5-Sterne Menüs mailen =] )

Litchfield NP

Nach Kununununurra machten wir uns auf den gut 800km langen Weg nach Darwin. Die Fahrt durch die Victoria River Gegend und die verschiedenen Ranges ist wunderschön und abwechslungsreich. Leider waren wir etwas Fotofaul, wesshalb ihr uns das einfach glauben müsst :P
Auch vom Litchfield gibt es nicht viele Fotos. Dies liegt aber vorallem daran, dass uns das ganze etwas zu touristisch war und wir uns ziemlich schnell wieder verzogen. Touristisch heisst zum Beispiel: es fahren 2 Autos mit je 1 indischen Familie vor, 10 Inder/-innen mit Kindern steigen aus und lärmen wie 20. Wenn die Mutter ihren Sohn “Agi, agi, agi” rief (könnte der Name des Jungen sein, keine Ahnung) hätten sich unsere Löftis und Wachtmeister in der RS ein Vorbild daran nehmen können. Nichts gegen Inderinnen mit käftigen Stimmorganen, aber uns stand der Sinn mehr nach Gemütlichkeit und da auch noch die 4×4 Strecke gesperrt war verbrachten wir nur eine Nacht dort.
Dafür war der nächste Tag genial: wir wurden über ein paar Ecken in den Territory Wildlife Park, in Berry Springs, eingeladen wo wir uns bis kurz vor Parkschluss die einheimischen Tiere anschauten. Sollte sich mal jemand in diese Gegen verirren (soll vorkommen, wenn man in Zürich falsch abbiegt) ist dieser Park ein absolutes Muss. Vergleichbar mit dem Tierpark Goldau sind die Tiere in grossen, natürlichen Gehegen gehalten, es gibt interessante Infos zu Ihrer Lebensart und Umwelt und das Highlight, eine Raubvögel-Flugshow mit kuscheligen Seeadlern. Ehrlich, Seeadler kuscheln gerne. Wirklich!

Darwin

Arme Darwiniander. Die Stadt ist zu dreivierteln von wunderschönen Sandstränden umgeben die allesamt von Saltzwasserkrokodilen, tödlichen Quallen und hungrigen Haien bewohnt werden. Darum sollten sie nur in einer kleinen, künstlichen, bauchtiefen Lagune baden – mit Aussicht auf das richtige Meer. Ansonsten ist Darwin eine kleine, hübsche Stadt in der wir gut mehr Zeit hätten verbringen können – wenn wir nicht schon wieder Autoreparaturen nachgerannt wären. Nach der Gibb waren unsere Kugellager und die Motorenhalterungen hinüber. Die Müete wird hald langsam alt. Den Kakadu Nationalpark liessen wir aus und fuhren direkt nach Alice Springs. Mehr zum Red Center gibts im nächsten Blogpost.

Karlu Karlu NP

Einen Tag vor Alice liegen die Karlu Karlu Steinmurmeln in der Gegend rum. Natürlich liessen wir uns diese nicht entgehen und verbrachten eine Nacht auf dem Camping mitten drin. Zufälligerweise war an diesem Abend ein interessanter Rangertalk ums Lagerfeuer (Ranger = Wildhüter/Forstwart, Talk = Gesprächsrunde). Im Northern Territory gibt es ca. einmal pro Woche diese wirklich spannenden und informativen Runden kostenlos in fast allen Nationalparks.
Am Abend fuhren wieder Chrigu & Isabell vor, das schweizer Päärchen welches uns schon seit der Gibb River Road verfolgt. Das ist schon das dritte Mal, dass sich unsere Wege ungeplant kreuzen. Zum Glück ist Australien ja so klein.

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