Alice Springs – West MacDonnell Ranges – Finke NP – Fast Uluru – Alice Springs

Alice Springs

Wie stellt ihr euch Alice Springs vor, wenn ihr euch das Bild vom Uluru in Erinnerung ruft? Um das ganze etwas einfacher zu machen: Alice Springs wird auch das Rote Zentrum genannt, liegt am Rande der Simpson-Sandwüste und ist ungefähr 1500km von jeder grossen Stadt Australiens entfernt. Flach und heiss, richtig? Falsch. Hügelig, grün und a****-kalt. Es liegt mitten in den MacDonnell Ranges, überall wächst Grünzeug und zumindest in der Nacht wird es frostig kalt. Nicht was wir erwartet hatten, aber trotzdem wunderschön. Den ersten Tag verbrachten wir hier mit Einkaufen und Internet surfen.

West MacDonnell Ranges – Finke NP

Am nächsten Tag fuhren wir durch die West MacDonnell Ranges und zum Palm Valley NP. Dort wächst mitten in der Wüste, geschützt in einer Schlucht, eine Sorte von Urwaldpalmen. Der Camping ist 4×4 only und wir hatten das Glück, dass an diesem Abend ein Rangertalk über diese Palmen war. (siehe Karlu Karlu NP, letzter Post) Anschliessend fuhren wir von Hermannsburg zwei Tage durchs Niemandsland über Steinpfade, durchs Flussbett und Sandwege dem fast trockenen Finke River nach. Das ganze in der Mitte der sonst so touristischen Gegend. Dies hätten wir so nicht erwartet aber wir nahmen es dankend an und verbrachten zusammen mit den Dingos eine wunderschöne Nacht neben einem Billabong, umgeben von roten Felswänden und grünen River Red Gums.

Fast Uluru

Fast hätten wir es bis zum Uluru geschaft. Wir trafen kurz vor Sonnenuntergang dort ein, wollten zwei Nächte campen und die beiden Steine, Uluru und Kata Tutja, ausgiebig geniessen. Leider verabschiedete sich unser hinteres Differential auf der Suche nach einer guten Position für Nachtaufnahmen in ganz weichem Sand und wollte partout nicht mehr entsperren.
Für die technisch weniger versierten hier eine kurze, laienhafte Erklährung was das Differenzial macht: In Kurven dreht sich das äussere Rad schneller als das Innere und dies wird vom Differenzial ausgeglichen. Mit gesperrtem Differential drehen die Räder nicht mehr durch – hilfreich im Sand, nicht ganz so auf Teer. In den Kurven schleift dann eines der Räder am Teer und das ganze Auto ruckelt und springt wie blöd. Irgendwie so müsst ihr euch das vorstellen…
Für ein paar Bilder hats trotzdem noch gereicht.

Kings Kanyon

Wäre nach dem Uluru dran gewesen…

Alice Springs

Jedenfalls tuckerten wir am Montag mit gemütlichen 50km/h die 500km zurück nach Alice Springs, immer darauf bedacht in den Kurven ein Rad im Schotter zu haben damit dieses einfacher durchdrehen kann. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie sehr wir uns über jede Zehnkilometermarke gefreut haben. Und jedes Abzweigungsschild. Und jedes Distanzenschild. Und jedes Parkplatzschild. Oder generell irgendetwas zum anschauen.

Wir liessen unsere Müete bei den Jungs von ARB (Hersteller der Diffsperre) welche die Hinterachse komplett auseinandernehmen mussten um den Schaden feststellen zu können: gebrochenes Dingsbums zum irgendwas machen hat sich verkeilt und darum nicht mehr entsperrt. Jetzt warten wir auf das Flugzeug aus Melbourne, welches die Ersatzteile mit einem Gesamtwert von 25$ einfliegen sollte. Sollte, weil mich der Mech vor einer halben Stunde angerufen hat: Die Teile wurden vom Kurier in Melbourne verlegt und kommen erst morgen Mittag an. Toll, noch eine Nacht im Backpacker, dieses mal in einem 10ner Schlag. Ziemlich ärgerlich das ganze, aber die Jungs von ARB sind super freundlich und geben sich richtig Mühe um uns so schnell wie möglich wieder auf die Strasse zu bringen. Ausserdem möchte ich mir nicht ausrechnen, wie lange eine Reparatur gedauert hätte, wären wir nicht in Australien unterwegs. (ARB ist eine australische Firma)

Für den Moment wars das mal von uns, wir faulenzen heute noch rum und fahren morgen Abend hoffentlich Richtung Cairns los.
Bis zum nächsten mal.

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